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Die Form Ihres Zeugnisses

Am allerwichtigsten ist es, dass Ihr Zeugnis vollständig ist. D.h. zu allen Aspekten der Leistung und des Verhaltens in ausreichendem Umfang Stellung bezieht. Ein vollständiges Arbeitzeugnis besteht aus:

  1. Einleitung
  2. Aufgabenbeschreibung
  3. Leistungsbeurteilung
  4. Beurteilung des Sozialverhaltens
  5. Beendigungsformel
  6. Dankes- und Bedauernsformel
  7. Zukunftswünschen

In einem Zwischenzeugnis fallen Beendigungsformel und Bedauernsformel weg.

Alle Formulierungen eines Arbeitszeugnisses die zur Leistungsbeurteilung, Beurteilung des Sozialverhalten, Dankes- und Bedauernsformel und zu den Zukunftswünschen zu rechnen sind, lassen sich in der Regel eindeutig in eine Note übersetzen. Es sei denn, die Formulierungen entsprechen nicht den Standards der Zeugnissprache. Falls Sie sich über Ihre Benotung nicht sicher sind, lassen Sie Ihr Zeugnis noch heute überprüfen, um böse Überraschungen bei der nächsten Bewerbung zu vermeiden.

1. Einleitung

In der Einleitung eines Arbeitszeugnisses sollten das Eintrittsdatum und alle Stationen mit Datum aufgeführt sein, die Sie in einem Unternehmen durchlaufen haben.

2. Aufgabenbeschreibung

Die Aufgabenbeschreibung, auch Stellenbeschreibung genannt, sollte alle wesentlichen Tätigkeiten aufführen, die Sie ausgeübt haben. Dabei ist darauf zu achten, dass die qualifizierteren Tätigkeiten zuerst genannt werden. Die Stellenbeschreibung kann aus einer punktuellen Aufzählung bestehen oder als Fließtext angelegt werden, wobei die punktuelle Aufzählung mit Spiegelstrichen oder Bullet Points oft übersichtlicher wirkt. Das gilt besonders für längere Aufgaben- bzw. Stellenbeschreibungen.

3. Leistungsbeurteilung

Ihre Leistung wird dann vollständig beurteilt, wenn das Zeugnis zu allen wesentlichen Aspekten der Leistung Stellung bezieht. Diese sind:

  1. Arbeitsbereitschaft (Wollen)
    Identifikation, Engagement, Initiative, Dynamik, Elan, Pflichtbewusstsein, Zielstrebigkeit, Energie, Fleiß, Interesse, Einsatzwille, Mehrarbeit
  2. Arbeitsbefähigung (Können)
    Ausdauer, Belastbarkeit, Flexibilität, Stressstabilität, Optimismus, Auffassungsgabe, Denkvermögen, Urteilsvermögen, Konzentration, Organisationstalent, Kreativität
  3. Fertigkeiten, Fachkenntnisse und Weiterbildung (Wissen)
    Inhalt, Aktualität, Umfang, Tiefe, Anwendung, Nutzen / Eigeninitiative der Weiterbildung, Bildungserfolg, Zertifikate 
  4. Arbeitsweise und Arbeitsstil (bei Ausbildungszeugnissen auch Lernweise)
    Selbständigkeit, Eigenverantwortung, Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit, Planung, Systematik, Methodik, Sicherheit, Sauberkeit, Hygiene 
  5. Arbeitserfolg und Ergebnisse (bei Ausbildungszeugnissen auch Lernerfolg)
    Qualität, Verwertbarkeit, Quantität, Tempo, Intensität, Produktivität, Umsatz, Rendite, Termintreue, Zielerreichung, Sollerfüllung 
  6. Konkrete herausragende Arbeitserfolge
    Beschreibung besonderer Erfolge 
  7. Führungsleistung (nur im Falle von Mitarbeiterverantwortung)
    Zahl und Art der Mitarbeiter, Abteilungsleistung, Motivationsfähigkeit, Arbeitsatmosphäre, Mitarbeiterzufriedenheit 
  8. Leistungszusammenfassung
    Zusammenfassende Beurteilung der Leistung mit Bestimmung des Zufriedenheitsgrades, z.B. "Alle Aufgaben hat er stets und in jeder Hinsicht zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt." (entspricht der Note "sehr gut")

Die Beurteilung der Leistungen sollten in der hier aufgeführten, standardisierten Reihenfolge in Ihrem Arbeitszeugnis zu finden sein. Die Aufführung konkreter herausragender Arbeitserfolge muss nicht zwingend in einem Zeugnis enthalten sein. Es gilt auch ohne diese als vollständig.

4. Beurteilung des Sozialverhaltens

Bei der Beurteilung des Sozialverhaltens sind drei Aspekte zu beachten:

  1. Das Verhalten zu Internen (Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern)
    Einwandfreiheit, Vorbildlichkeit, Teamfähigkeit, Kooperation, Wertschätzung, Anerkennung, Beliebtheit 
  2. Das Verhalten zu Externen (Kunden, Geschäftspartnern, Ansprechpartnern in Behörden etc.)
    Auftreten, Kontaktfähigkeit, Gesprächsverhalten, Verhandlungsstärke, Akquisitionsstärke, Kundenzufriedenheit 
  3. Sonstiges Sozialverhalten / Soziale Kompetenzen
    Vertrauenswürdigkeit, Ehrlichkeit, Integrität, Loyalität, Diskretion, Kompromissbereitschaft, Durchsetzungsfähigkeit, Überzeugungsvermögen

5. Beendigungsformel

In der Beendigungsformel wird ausgedrückt, auf wessen Initiative hin das Arbeitsverhältnis beendet wurde. Hier gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Kündigung durch den Arbeitnehmer ("auf eigenen Wunsch")
  2. Kündigung durch den Arbeitgeber (z.B. "betriebsbedingt")
  3. Beendigung des Arbeitsverhältnisses "in beiderseitigem Einvernehmen" (mit Aufhebungsvertrag und möglicherweise auch mit Abfindung)

In einem Zwischenzeugnis wird anstelle der Beendigungsformel der Grund für die Ausstellung des Zwischenzeugnisses genannt. Dieser kann beispielsweise in einem internen Stellenwechsel oder einem Wechsel des Vorgesetzten bestehen.

6. Dankes- und Bedauernsformel

Durch die sogenannte Dankes- und Bedauernsformel kann ein Zeugnis stark aufgewertet werden. Hier spricht der Arbeitsgeber seinem ausscheidenden Mitarbeiter einen Dank für die erbrachten Leistungen und ein Bedauern über das Ausscheiden aus.

Bei Zwischenzeugnissen fällt das Bedauern weg.

7. Zukunftswünsche

In der Regel gibt der Arbeitsgeber dem ausscheidenden Mitarbeiter gute Wünschen mit auf den Weg. Diese sollten sich sowohl an die berufliche und private Zukunft wenden und erkennen lassen, dass es bei der beendeten Mitarbeit um eine erfolgreiche handelte.

In Zwischenzeugnissen wenden sich die Zukunftswünsche an eine weiterhin gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

 

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